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Wissenschaftler: Katzenparasit Toxoplasma gondii bei Freiland-Geflügel weit verbreitet; Bedenken wegen Verbraucherschutz

[Freilandhuhn] Leipzig (aho) – Hausgeflügel insbesondere in Freilandhaltung, ist regelmäßig mit Toxoplasma gondii infiziert. Zu diesem Ergebnis kommen Parasitologen der Universität Leipzig, nachdem sie eine Vielzahl von wissenschaftlichen Publikationen ausgewertet hatte. Solche Publikationen belegen, das in Freilandbeständen mehr als jedes Dritte Tier gefallen ist.

Die Leipziger Wissenschaftler bestätigen damit auch Untersuchungen eines internationalen Wissenschaftlerteams in österreichischen Bio-Geflügel-Freilandhaltungen. Offensichtlich nehmen die Freilandhühner die Oozysten des Katzenparasiten beim Scharren und Picken in Freiland auf. Mehr als ein Drittel der untersuchten Bio-Hühner hatte Antikörper gegen Toxoplasma gondii gebildet. Um zu überprüfen, ob durch das Geflügelfleisch eine Infektion hervorgerufen werden kann, wurden Fleischproben von 1183 Hühnern zerkleinert und an 15 Katzen verfüttert. Bei 11 der 15 Katzen konnten später Oozysten im Kot nachgewiesen werden, was eine Vermehrung der Parasiten in den Katzen belegt.

Daher stellt unzureichend erhitztes Geflügelfleisch und Geflügelrohprodukte wie Putenrohwurst und -schinken eine potenzielle Infektionsquelle für den Verbraucher mit Toxoplasma-Zysten dar. Krankheitsausbrüche von akuter Toxoplasmose sind nach Meinung der Experten selten, da viele Vögel, insbesondere Hühnervögel generell eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen eine klinische Toxoplasmose besitzen.

Wildvögel sind ebenfalls häufig mit T. gondii infiziert und könnten so Katzen infizieren, die Wildvögel erbeuten.

[Foto: Aktive Retinochorioiditis]Eine besondere Bedeutung besitzt die Infektion mit Toxoplasma gondii für Schwangere, da bei einer Erstinfektion während der Schwangerschaft eine Übertragung der Parasiten auf das ungeborene Kind möglich ist. Kommt es danach nicht zu einem Abort (Fehlgeburt) oder einer Totgeburt, so kann das Erscheinungsbild der vorgeburtlichen Toxoplasma-Infektion beim Neugeborenen von den seltenen schweren Schäden bis zu subklinischen, zunächst nur serologisch (im Bluttest) nachweisbaren, Infektionen reichen. Bei klinisch nicht feststellbaren Infektionen können sich jedoch nach vielen Monaten oder Jahren Schäden einstellen, die besonders das Zentralnervensystem (psychomentale Retardierung) und die Augen (Retinochorioiditis, Erblindung) betreffen. Bei Kindern konnte ein Zusammenhang zwischen Hyperaktivität, niederem Intelligenzquotienten und hohen Toxoplasmawerten festgestellt werden.

Der Katzenparasit Toxoplasma Gondii wird beim Menschen für eine Vielzahl von Schäden am Nervensystem und psychatrische Erkrankungen verantwortlich gemacht:

Berit Bangoura, Birte Zöller, Arwid Daugschies
Vorkommen und Bedeutung der aviären Toxoplasmo gondii-lnfektionen in Europa
Berl Münch Tierärztl Wochenschr 124, 485-496 (2011)
DOI 10.2376/0005,9366 124 4Bs

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