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Ferkelkastration: Lokalanästhesie nicht gleichzusetzen mit Schmerzfreiheit

Berlin (aho) – Die „örtliche Betäubung“ (Lokalanästhesie) zur Ferkelkastration wird aus fachlicher Sicht heftig kritisiert. So schreibt Prof. Dr. Karl Heinz Lahrmann von der Klinik für Klauentiere der Freien Universität Berlin in einer Vortragszusammenfassung (1):

„Als zuverlässigste Alternative zur Vermeidung von Geschlechtsgeruch gilt nach wie vor die chirurgische Frühkastration, die dann allerdings mit Betäubung, d. h. Schmerzfreiheit (Analgesie bzw. „Chirurgische Toleranz“ bei operativen Eingriffen) durchgeführt werden muss!
Die lokale Betäubung in Form der intratestikulären/funikulären oder intracavalen Injektion von Lokalanästhetika kann wegen der Wehrhaftigkeit unsedierter Ferkel und vor allem wegen der Kleinheit der anatomischen Verhältnisse gar nicht zielsicher alle erforderlichen Gewebeschichten und –Strukturen, darunter auch viszerale, erfassen. Schließlich ist die Injektion von Lokalanästhetika in viszerale Gewebe  per se schon ein sehr schmerzhafter Eingriff, weshalb sich auch die Tierärzteschaft, vertreten durch die BTK und die TVT gegen diese Betäubungsform positionieren. In der evidenzbasierten Literatur wird der Ferkelkastration unter Lokalanästhesie auch nur eine „Schmerzreduzierung“ bescheinigt, die nicht gleichzusetzen ist mit der gesetzlich gebotenen Betäubung (=Schmerzfreiheit).“ (1)

(1) Prof. Dr. Karl Heinz Lahrmann, Klinik für Klauentiere der Freien Universität Berlin.
Status quo zu den Alternativen des betäubungslosen Schwanzkupierens und Kastrierens von Ferkeln
Berliner Tierärztliche Gesellschaft, Sitzung am Mittwoch, den 13. Dezember 2017, um 19 Uhr c.t. im Hörsaal der Klinik für kleine Haustiere, Oertzenweg 19b, 14163 Berlin-Düppel.

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