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Zunehmende Resistenzen: Humanmediziner sollen weniger Antibiotika verschreiben und mit Antibiotika-Fibel informiert werden

[Foto: ML] Hannover (aho) – Mit einer Aufklärungskampagne für Ärzte und Patienten will Niedersachsens Gesundheits- und Sozialministerin Aygül Özkan (CDU) den Einsatz von Antibiotika in der Humanmedizin verringern. Damit solle der Problematik der wachsenden Antibiotika-Resistenz vieler Bakterien begegnet werden, sagte die Ministerin gestern in Hannover.

Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Aygül Özkan: „Weniger ist manchmal mehr. Wenn alle mit Antibiotika verantwortungsvoll umgehen, dann können sie im entscheidenden Moment auch zukünftig helfen. Wir wollen nun erreichen, dass Ärztinnen und Ärzte, aber auch Patientinnen und Patienten besser über Antibiotika informiert werden. Nachdem wir mit der Landesverordnung zur Krankenhaushygiene in Niedersachsen seit April 2012 ein verbindliches Screening von Risikopatientinnen und Risikopatienten in Krankenhäusern eingeführt und Krankenhäuser sowie Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen dazu verpflichtet haben, eine Hygienekommission einzurichten, ergreifen wir nun weitere Maßnahmen in einem sogenannten Fünf-Punkte-Plan.“

Der Plan umfasst

  • eine Fortbildunginitiative für Ärztinnen und Ärzten bzw. Apothekerinnen und Apotheker, um sie zu Antibiotikabeauftragten zu qualifizieren, die in Krankenhäusern beratend zur Verfügung stehen,
  • eine Antibiotika-Fibel für die niedergelassene Ärzteschaft, die praxisnahe Tipps für eine zurückhaltende Antibiotikatherapie enthält,
  • eine Informationsoffensive, mit der Patientinnen und Patienten bzw. die Eltern von erkrankten Kindern via Apotheken und Arztpraxen erreicht und über die Wirkung und Nichtwirkung von Antibiotika aufgeklärt werden sollen,
  • eine Webseite, auf der Informationen für medizinisches Personal und für die Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden sollen,
  • das Antibiotika-Resistenz-Monitoring in Niedersachsen (ARMIN ). Es bietet Fachinformationen insbesondere für die Ärzteschaft sowie auch für interessierte Bürgerinnen und Bürger zur Resistenzlage in Niedersachsen. Dadurch besteht eine Grundlage für die Beratung zur Antibiotika-Therapie sowie die Möglichkeit, Entwicklungen über die Zeit zu beobachten und somit die Maßnahmen indirekt zu evaluieren.

Mehr Hygiene im Krankenhaus

Ministerin Özkan betonte, dass man neben dem zielgerichteten Einsatz von Antibiotika auch weiter die Krankenhaushygiene im Blick haben müsse. „Die Landesregierung hat auch hier u.a. mit der Niedersächsischen Hygieneverordnung bereits relevante Maßnahmen eingeleitet“, so Özkan. Mit der Niedersächsischen Hygieneverordnung wurde die Hygiene im Sinn eines Qualitätsmanagements zur Chefsache der jeweiligen medizinischen Einrichtung gemacht. Darüber hinaus sei auf Landesebene ein Expertengremium gegründet worden, das das Thema Hygiene auch im Zusammenhang mit Antibiotikaresistenzen erörtere und überregionale Strategien abstimme. Entsprechende Netzwerke seien auch auf kommunaler Ebene gegründet. Das NLGA stehe außerdem mit seinem Arbeitsbereich Krankenhaushygiene in Fragen der Hygiene beratend zur Verfügung. Schließlich führe das Sozialministerium gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden unter der Koordination des NLGA das EU-Projekt ‚EurSafety Health-net Euregionales Netzwerk für Patientensicherheit und Infektionsschutz‘ durch. Neben der direkten Vernetzung vor Ort gingen von diesem Projekt wichtige Impulse für Initiativen gegen Antibiotika-Resistenzen und nosokomiale Infektionen auch in andere Teile Niedersachsens aus.

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