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Kupierverbot: „…das wird zu mehr Tierleid führen …Herr Minister, bedenken Sie noch einmal Ihr Vorgehen“

Schwanzkannibalismus_03Hannover (aho) – Eine Studie der Tierärztlichen Hochschule (TiHo) belegt, dass nach aktuellem wissenschaftlichen Kenntnisstand um den Schwanzkannibalismus ein schneller Verzicht auf das Schwänzekürzen bei Saugferkeln den Tieren mehr schadet als nutzt. Für die Studie im Auftrag des Agrarministeriums in Hannover zur Vorbereitung der sogenannten „Ringelschwanzprämie“ hatten neuen niedersächsische Schweinehalter auf das Kupieren der Ferkelschwänze verzichtet. Offensichtlich war das Ergebnis verheerend: Schwanzkannibalismus ohne Ende. Studienleiter Prof. Blaha im NDR-Interview: „…das wird zu mehr Tierleid führen ….. Herr Minister, bedenken Sie noch einmal Ihr Vorgehen“. Die Studie habe gezeigt, dass das Verbot nicht wie geplant umzusetzen sei, so Projektleiter Thomas Blaha von der TiHo. Grundsätzlich befürwortet der Wissenschaftler den Verzicht auf das Kupieren der Schweineschwänze. Allerdings müsse diese Umstellung auf den Betrieben schrittweise vorbereitet werden. Blaha rät deshalb von einem Kupierverbot und von einer Ringelschwanzprämie ab, da dass nach Einschätzung des Experten zu einem starken Anstieg von Schmerzen und Leiden bei diesen Tieren führen. Stattdessen müsse weiter nach Wegen gesucht werden, um das Schwanzbeißen der Tiere zu verhindern und an einem klugen Beratungskonzept gearbeitet werden.

Obwohl das Ergebnis schon seit Wochen vorliegt, wurde es bisher nicht veröffentlicht. Der agrarpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Helmut Dammann-Tamke, fordert Landwirtschaftsminister Meyer auf, dem Ministerium vorliegende wissenschaftliche Studien zum Schwänzekupieren bei Schweinen unverzüglich zu veröffentlichen. „Wenn wir im Landtag zielorientiert über diese Frage diskutieren wollen, müssen alle Beteiligten den gleichen Kenntnisstand haben“, so Dammann-Tamke in einer Presseinformation. In der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage hatte das Ministerium vergangene Woche mitgeteilt, dass zwar Forschungsergebnisse vorlägen, die Bewertung jedoch noch nicht abgeschlossen sei.

Agrarminister Meyer kommentierte das Ergebnis der Studie in einem TV-Interview: „Man muss die Haltung grundlegend ändern“. Wie die Haltung zu ändern ist, erläuterte der Minister nicht. Meyer hatte Mitte des endenden Jahres verkündet, man wolle in den Tierställen Bedingungen schaffen, damit sich Schweine wohlfühlen. Mit Stroh, Beschäftigungsmaterialien und genügend Platz für das einzelne Tier, hieß es in einer Presseinformation.

Wissenschaft bisher ratlos

Seit Jahrzehnten beschäftigt sich die Wissenschaft in einer Vielzahl von Studien und Publikationen mit dem Schwanzkannibalismus, ohne hierfür eine Erklärung und eine Strategie zur Prävention präsentieren zu können. Man kann annehmen, dass es sich beim reinen Bekauen des Schwanzes um ein „übliches“ Verhalten bei Schweinen handelt, welches durch Einflüsse „aus der Ruder laufen“ kann. Für den Schwanzkannibalismus – in Fachkreisen auch Kaudophagie genannt – werden in der Fachliteratur eine Vielzahl von Umwelt- und Fütterungsfaktoren diskutiert (2). Auffällig ist, dass die Ergebnisse oft nicht reproduzierbar sind. Sie scheinen nicht die Auslöser zu sein. Sie beeinflussen eher den Schweregrad. Das Phänomen kann zwar auch bei kupierten Schwänzen auftreten ist jedoch bei langen Schwänzen um ein Vielfaches häufiger (5).

Grundsätzlich tritt das Phänomen des Schwanzkannibalismus auch bei Wildschweinen und Schweinen in Freiland- und Ökohaltung auf (1, 2). Bei einer Befragung unter 500 niederländischen Betrieben gaben 50–64% der konventionellen und 45-47% der ökologisch wirtschaftenden Betriebe Probleme mit dem Schwanzkannibalismus an (3). Eine Auswertung an schwedischen Bio-Schweinen zum Zeitpunkt der Schlachtung ergab, dass Bio-Schweine häufiger von Schwanzkannibalismus betroffen sein können (4).

Lesen Sie hierzu auch ein aktuelles Interview mit Professor Blaha.

(1) Walker PK, Bilkei G.
Tail-biting in outdoor pig production.
Vet J. 2006 Mar;171(2):367-9.

(2) Freitag M.
Kaudophagie beim Schwein – ein multifaktorielles Problem.
11. Haupttagung der Agrar- und Veterinärakademie (AVA), 16.-18.3.2012, Göttingen

(3) De Lauwere, C. et al.
Stoppen met couperen? Varkenshouders over staartbijten en staartcouperen. LEI rapport 2009 – 97, LEI, the Hague, The Netherlands

(4) Lennart Larsson, Maria Alarik und Stina Stabo
Slakktkropprnas kvaliteit i ekologis uppfödning 2010
En sammanställning av slaktresultat för ekologiskt uppfödda ungnöt, kalvar, lamm och svin slaktade 2010
Hrsg.: Hushållnings sällskapet, Uppsala im Frühjahr 2012

(5) Thodberg, K. et al.
The risk of tail biting in relation to level of taildocking.
Proc. 44th Congr. International Society for Applied Ethology, Uppsala, Sweden, August 2010, p.91.

25 Comments, Comment or Ping

  1. Karin Ulich

    Das Kupieren von Schweineschwänzen wurde von der EU längst verboten. Und das aus gutem Grund!
    Das Kupieren der Schweineschwänze dient dazu, die Folgen einer unhaltbaren, nicht artgerechten Schweinehaltung zu kaschieren. Die Haltung muss also so verändert werden, dass die Tiere nicht unter Dauerstress stehen, sondern ihre angeborenen Verhaltensweisen ausüben können. Das schreibt das Tierschutzgesetz vor. Eine Studie, die suggeriert, Schwanzabschneiden sei aus Tierschutzgründen nötig, kann wohl nicht als seriös angesehen werden. Schweine brauchen Stroh, um schmerzfrei liegen und sich beschäftigen zu können und genügend Platz, um sich bewegen und aus dem Weg gehen und um einen Kotplatz einrichten zu können. Das sind längst bekannte Tatsachen. Da will die Lobby der Agrarindustrie wohl wieder ihre Pfründe bewahren – auf Kosten der Tiere. Unglaublich! Herr Minister, lassen Sie sich nicht einschüchtern! Die Studie kann unmöglich als wissenschaftlich eingestuft werden!

  2. Diana Plange Fachtierärztin f. Tierschutz

    Es wird offensichtlich versucht, das gute und schon lange überfällige Anliegen : Die Haltungsbedingungen den Bedürfnissen der Tiere anzupassen und nicht die Tiere den vom Mensch aus wirtschaftlichen Überlegungen geschaffenen Haltungsbedingungen-, auszuheblen.
    Die Idee, denjenigen Landwirten mehr Geld zu bezahlen, die es schaffen, durch bessere Haltungsbedingungen die Schweine so zu beschäftigen und stressfreier zu halten, dass sie sich nicht gegenseitig anfressen, ist intelligent gedacht, denn es zwingt den Landwirt selbst aktiv zu werden.
    Stoisch zu behaupten, dass ein Kupierverbot Tierquälerei sei, ist dagegen dümmlich, weil logischerweise das nicht funktionieren kann, ohne die schlechten Haltungsbedingungen drastisch zu verbessern. Dazu bedarf es keiner wissenschaftlichen Studien, das ist weithin bekannt. Ein Vorsitzender einer tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz sollte wissen, dass definitiv nicht alle Tierärzte hinter solch unqualifizierten Äußerungen stehen und dass viele Mitglieder der TVT von ihm erwarten, dass er alles in seiner Macht stehende unternimmt, diejenigen zu unterstützen, die etwas für mehr Tierschutz in den Ställen unternehmen. Wer jetzt noch mehr Forschung auf diesem Gebiet fordert, versucht Zeit zu schinden, denn die Ergebnisse sind bekannt. Auch funktioniert das Halten von Schweinen ohne zu kupieren in anderen Ländern. Fragt sich also: Wes Brot ich ess, des Lied ich sing?

  3. Dr. Kirsten Tönnies

    Unter dem angeblichen Deckmantel Tierschutz soll doch nur die „Ringelschwanzprämienidee“ schlecht gemacht werden; vermutlich aus rein taktischen Gründen. Die von Professor Blaha „erhobenen Forderungen“ sind doch in dem Gesamtkonzept „Ringelschwanzprämie“ längst enthalten. Ein durchsichtiges Manöver., ,

  4. manfred.stein

    Guten Tag Frau Kollegin Tönnies,

    im Konzept der „Ringelschwanzprämie“ ist tatsächlich auch eine Beratung durch den Hoftierarzt vorgesehen. Welche Ratschläge soll der Hoftierarzt geben? Welche konkreten Massnahmen empfehlen Sie auf den von Ihnen betreuten Betrieben und funktionieren aus Ihrer Sicht?

  5. Dr. Brigitte Lutz

    Bei der tierärztlichen Fleischuntersuchung fallen immer wieder Befunde auf, die zeigen, dass es trotz Kupierens zu Schwanzbeißen und aufsteigenden Infektionen kommt.Ich habe einige Zeit auf einem Schweinezuchtbetrieb gewohnt – nicht bio, aber Haltung auf Stroh. Die Ferkel führenden Sauen hatten sogar täglichen Auslauf im Freien. Den frei gewordenen Platz nutzten die Ferkel zu tollen Fangspielen – sie jagten keine Ringelschwänze sondern Strohbüschel. Die angesprochene Studie hat solche – zugegeben arbeitsintensive – Haltungen nicht untersucht. Aber genau solche Zusatzkosten soll die Ringelschwanzprämie ausgleichen. Sämtliche Organisationen in der Schweineproduktion beraten jedoch die Bauern rein marktwirtschaftlich – Tierschutz hat dort keine Lobby.
    I

  6. manfred.stein

    nabend,

    Die Studie wurde vom niedersächsischen Agrarministerium (Meyer, Grüne) so bestellt und finanziert: 350.000 Euro. Da hätte Herr Meyer ein anderes Studiendesign beauftragen müssen. Bin jetzt etwas ratlos.

    Eine Prämie zwischen 16 und 18 Euro hätte diese Fangspiele im Stroh sicherlich nicht abgedeckt. Kannibalismus kann bis in die Endmast auftreten.

    Hier noch eine Infos vom Studienleiter:
    http://www.animal-health-online.de/gross/?p=29135

  7. Dr. Ines Advena

    Die Studie läßt also den zweifelsfreien Schluß zu, dass bei den derzeitigen Standardbaltungsbedingungen der Kannibalismus nur einigermaßen in Grenzen gehalten werden kann, wenn man den Schweinen die Schwänze abschneidet, was bekanntlich gesetzlich verboten ist. Gibt es in Deutschland noch andere Fälle, wo zu 100% gegen Gesetze verstoßen wird, so wie in der landwirtschaftlichen Tierhaltung? Als Bürger dieser Republik habe ich die berechtigte Erwartung, dass Gesetze eingehalten werden und der Gesetzesverstoß Konsequenzen nach sich zieht!
    Als Minister würde ich nun konsequenterweise die Schweinehaltung auf Betonspaltenboden verbieten, Wühlerde und Stroh vorschreiben ebenso eine deutlich verringerte Besatzdichte, Auslauf und rohfassrreiches Futter aus heimischer Produktion. Kein Scherz!

  8. Dr. Claudia Preuß-Ueberschär

    Was heißt denn der Minister hat eine solche Studie bestellt??

    Es wäre ja wohl Aufgabe der Wissenschaftler, die den wissenschaftlichen, evidenzbasierten Tierschutz wie eine Monstranz vor sich hertragen, den Minister zu beraten. Sie sind diejenigen, die allen anderen die Kompetenz absprechen, überhaupt für Tierschutz etwas tun zu können, weil sie angeblich nicht die fachliche Qualifikation haben.

    Dann hätten sich die Herren, Entschuldigung Damen und Herren Wissenschaftler in den vergangenen 30 Jahren ja mal ein paar Gedanken dazu machen können, wie man Tiere respektive Schweine halten kann, ohne dass sie sich gegenseitig auffressen.

    Da bieten gerade die Weihnachtsfeiertage ein gutes Beispiel. Wenn man tagelang mit der Familie aufeinander hockt, selbst mit Menschen, die einem lieb und wichtig sind, könnte man auch das ein oder andere Mal an Kannibalismus denken, einfach weil man mehr Freiraum benötigt.
    Wenn man mit Labortieren arbeitet, lernt jeder Student gleich zu Beginn wieviele Ratten oder Mäuse man sinnvollerweise in einen Makrolonkäfig stecken kann, ohne dass die Tiere sich verletzen oder angreifen.
    Vielleicht sollte man einfach als Voraussetzung für eine Tierhaltung nicht so sehr von der Ökonomie ausgehen als vielmehr von der Verhaltensforschung.
    Die ewig gleichen dümmlichen Argumente hängen einem einfach zum Halse raus.
    In diesem sinne ein frohes neues Jahr……

  9. manfred.stein

    Guten Tag in die Runde

    Herr Meyer hatte sich offensichtlich zunächst seine Ringelschwanzprämie ausgedacht und dann gehofft, dass mit relativ geringfügigen Änderungen in der Umwelt der Tiere ein Problem lösen zu können, an dem sich Wissenschaftler seit Jahrzehnten die Zähne ausbeißen. Ich habe das von Anfang an für recht blauäugig gehalten. Sein Design wurde jetzt in einer Studie geprüft und ist gescheitert. Es sind deutschlandweit Studien (20) gelaufen und haben identische Ergebnisse erbracht. In NRW (Remmel, Grüne) ist man auf Prof. Blaha zugegangen und hat ihn in die weitere Bearbeitung des Problems eingebunden (Beirat).

    Da wir hier soviel Kompetenz versammelt haben: Wie sieht konkret (!) eine Schweinehaltung aus, die Kaudophagie verhindert? Welche Schweinerassen sind besser geeignet? Wie soll gefüttert werden? Stallklima? Bitte Hinweise aus der Fachliteratur. Haben die Mitdiskutantinnen schon zu dem Thema publiziert? Wer wirklich etwas für die Tiere bewirken will, der muss sich zu ganz konkreten Schritten – jenseits aufgeregter Statements – entschließen.

  10. Dr. Claudia Preuß-Ueberschär

    Guten Tag ,
    zu allererst möchte ich mal bemerken, dass die TierärztInnen, die hier mitdiskutieren nicht aufgeregt sind ( das können Sie oder ich nämlich gar nicht beurteilen) sondern lediglich ihre fachliche Meinung sagen und Klarstext reden!
    Wenn sich die Wissenschaftler, wie Sie das formulieren, seit Jahrzehnten an dem Thema „Ringelschwänze“ die Zähne ausbeißen, muss ich ehrlich gesagt an der fachlichen Kompetenz der Wissenschaftler und an der eingesetzten Wissenschaft an sich meine Zweifel anmelden.( in Nachbarländern haben die Wissenschaftler wohl noch ihre Zähne und auch Ergebnisse)
    Offensichtlich bezweifeln Sie aber die Urteilsfähigkeit der hier Mitdiskutierenden, weil keine oder wenig Publikationen von den KollegInnen zu dem Thema erschienen sind.Die Menge der Publikationen sagt aber nichts über die sachliche Richtigkeit und damit auch nichts über die Qualtität aus.Studien werden heute inflationär vergeben und durchgeführt, um nicht die Verantwortung für eigenes Handeln übernehmen zu müssen. Es ist viel leichter, sich hinter Ergebnissen mit einem wissenschaftlichen Anstrich zu verstecken, als eigenverantwortlich zu handeln und für die eigenen Handlungen auch gerade zu stehen.Diese Studien kosten dem Steuerzahler immens viel Geld und sind häufig nur von zweifelhaftem Nutzen.
    Zu dem Thema “ Ringelschwänze“ haben sich hier auch KollegInnen zu Wort gemeldet, die Mitglied im „Tierärztlichen Forum für verantwortbare Landwirtschaft“ sind, einem Zusammenschluss von Tierärtzinnen und Tierärzten aus allen Fachrichtungen, unter anderem auch KollegeInnnen , die in der Praxis respektive in der Großtier/ Schweinepraxis tätig sind und sicher mehr Schweine in den letzten Jahren zu Gesicht bekommen haben, als Wissenschaftler, die in Ihrem Elfenbeinturm sitzen und sich ein Versuchsdesign nach den anderen ausdenken und damit antichambrieren, um Drittmittel in die Hochschulen zu ziehen.Leider fallen Politiker immer wieder auf die angebliche Wissenschaft herein. In Berlin laufen mittlerweile schon Scouts herum, die zu bestimmten Fragen die passenden Wissenschaftler suchen, damit diese „die richtigen Studienergebnisse“ liefern. Nicht die Wissenschaftler, die am lautesten „hier“ schreien und auf wirklich jeder Hochzeit tanzen, sind die besten.
    Im Übrigen habe ich den Eindruck, dass es bei dem diskutierten Artikel weniger um ein echtes wissenschaftliches Anliegen und eine kontroverse aber ehrliche Diskussion gehen soll, sondern dass hier ganz gezielt Politik in eine Agrar Lobby freundlichere Richtung gelenkt werden soll. ( Da sind sie sicher schon spendabel, die Vertreter von Landvolk und Schweineverbänden! )Es werden ganz bewußt Tatsachen verdreht oder weggelassen. So wird mit keinem Wort erwähnt, dass das Ministerium , der Minister selbstverständlich die Prämie für die Veränderung der Haltungsbedingen einsetzen will und nicht für das bloße dranlassen der Schweineschwänze.
    Vielleicht fragen Sie mal nach, wer aus dem Tierärztlichen Forum bereit wäre, vernünftige Versuchsansätze mit zu erarbeiten, da käme sicher viel Gescheites heraus!! Außerdem bin ich der Meinung, dass gerade Tierärzte sich „in dubio pro animale“ entscheiden müssten und sich nicht vor den Karren der Wirtschaft oder anderer Interessengruppen spannen lassen dürfen. Als Tierarzt ist man nicht für die Sicherstellung der Verdienste anderer Berufsgruppen verantwortlich, auch nicht für die Produktion von Billigfleisch zu Tiefstpreisen für jeden. Oder kennen Sie ein Grundrecht auf Leberwurst und Hähnchenbrust??

  11. manfred.stein

    Guten Tag Frau Preuß-Ueberschär,

    in welchem europäischen Land wurde das Problem Caudophagie gelöst? In der Schweiz steigen die Fälle. In Schweden sind Bio-Schweine häufiger betroffen als „konventionelle“ Artgenossen.

    Jedermann darf „vernünftige Versuchsansätze“ publizieren. Wenn es diesem „Tierärztlichen Forum für verantwortbare Landwirtschaft” so sehr um Tierschutz geht, dann frage ich mich, warum die Damen und Herren derartige „vernünftige Versuchsansätze“ noch nicht publiziert haben. Warum bedarf es da meiner Nachfrage?

  12. Kirsten Tönnies

    Sehr geehrter Herr Stein,

    eine aktuell interessante Veröffentlichung finden Sie z. B. hier:
    http://www.welt.de/wissenschaft/article135780520/So-fuehlen-sich-die-Schweine-im-Stall-richtig-wohl.html
    Jetzt aber mal auf unser hiesiges Problem konzentriert: sogar im Folgeinterview das gleiche Versagen: Herr Prof. Blaha vermeidet es wieder: die Erwähnung der Tatsache, dass die Schweine erheblich mehr Platz brauchen! Und erheblich meint ein Vielfaches. Davor graut es den ISN natürlich am aller meisten…

    Weitere, wichtige Elemente der Umweltgestaltung wurden schon von den Kolleginnen genannt.

    Viele Grüße und danke für Ihr Interesse

    Kirsten Tönnies

  13. manfred.stein

    Moin Frau Tönnies,

    Alle bisher genannten Risikofaktoren für Schwanzkannibalismus sind nicht reproduzierbar. Ist es die Besatzdichte? Finnland gilt als besonders „schweinefreundlich“ und lässt den Schwanz dran.

    „Schwanzschäden“ am Schlachthof

    34.6 % Finnland (Valros et al, Acta Agriculturae Scandinavica, S A — Animal Science 2004)
    0,5-3,4 % Schlachthöfe Europas (EFSA, 2007)
    2-12 % Schweden, UK (Keeling and Larsen, 2004, Hunter et al, 2009)
    3,5 % UK (Taylor et al., 2011)
    2-4 % Belgien (Smulders et al., 2008, Goossens et al., 2008)
    6,3% Irland (Boyle et al. 2010)

    mfg

    ms

  14. Dr. Claudia Preuß-Ueberschär

    Und wie viele gibt es bei uns??
    Wie viele gibt es bei uns , wenn der Ringelschwanz dran geblieben ist?
    Wie viele gibt es bei uns trotz Amputation?
    Warum gibt es keine flächendeckende Erfassung, obwohl diese Vorgehensweise ( Amputation) seit 1994 verboten ist?
    Das sind fast 25 Jahre, wäre es nicht Zeit genug gewesen, der Ursache auf den Grund zu gehen?
    In der Zwischenzeit wurden Handys und das Internet flächendeckend weltweit installiert, vielleicht in Nordkorea nicht, weiß ich nicht…..aber Schweine halten können wir immer noch nicht? Ein Armutszeugnis für unsere Wissenschaftler!
    Oder hofft man von Seiten der Landwirtschaft immer wieder darauf, eine Verlängerung und eine Ausnahme nach der anderen zu erwirken?
    Wie sieht das mit den Besatzdichten und Betriebsgrößen aus? Gibt es Korrelationen?
    Hier müssen mal die Studien, die angeblich immer belegen, dass es nicht geht,im Original auf den Tisch, erst dann ist man in der Lage, das Versuchsdesign zu überdenken.
    Wie kommen die anderen Länder zu ihren Zahlen, sind die überhaupt vergleichbar, weil diesselben Parameter untersucht und gegebenenfalls verändert wurden?
    Wenn diese Fragen nicht geklärt sind , ist alles nur heiße Luft!
    Schöne Grüße

  15. manfred.stein

    Guten Tag Frau Preuß-Ueberschär

    Der Kollege Jaeger (Tierärztl. Umschau 68, 03 – 11 (2013)) berichtet von 3 % aller Mastschweine bei kupierten Schwänzen.

    Die vom NDS-Agrarministerium finanzierte Studie dokumentiert, dass auf den untersuchten Praxisbetrieben bei den Tiergruppen mit nicht kupierten Schwänzen signifikant mehr Schwanzkannibalismus auftrat als bei kupierten Tieren. Sowas gilt immer nur für die Untersuchung. Insgesamt wurden deutschlandweit 20 Studien durchgeführt, die vergleichbare Ergebnisse erbrachten.

    Sie werden auf diesem Planeten noch viele wissenschaftliche Rätsel finden, die trotz Handys noch nicht geklärt sind. Ob man da von einem Armutszeugnis sprechen kann?

    Ich persönlich gehe davon aus, dass hintr den angebissenen Schwänzen mehrere Krankheitsbilder stehen. Siehe zB. die Arbeiten von Jäger wie oben zitiert.

    Sie sprachen die Bestandsgrößen an. Finnland hat sicherlich vergleichsweise winzige Schweinebestände. Hier noch einmal die Daten aus meinem vorherigen Beitrag:
    “Schwanzschäden” am Schlachthof

    34.6 % Finnland (Valros et al, Acta Agriculturae Scandinavica, S A — Animal Science 2004)
    0,5-3,4 % Schlachthöfe Europas (EFSA, 2007)
    2-12 % Schweden, UK (Keeling and Larsen, 2004, Hunter et al, 2009)
    3,5 % UK (Taylor et al., 2011)
    2-4 % Belgien (Smulders et al., 2008, Goossens et al., 2008)
    6,3% Irland (Boyle et al. 2010)

    Was halten Sie von Einzelbuchten? Problem gelöst! ;-)

    mfg

    ms

  16. Mirjam Lechner

    Hallo,

    ich denke, wir haben noch sehr viel offene Fragestellungen weil durch die Langschwanzprojekte das Schwanznekrosenproblem aufgedeckt wurde. Ich begleite Betriebe hinsichtlich Stoffwechsel- und Verhaltensstörungen bei Schweinen egal ob konventionell oder extensiv gehaltenen.

    Ja wir haben leider noch viele wissenschaftlich nicht bearbeitete Fragen – aber dafür können weder die Tierhalter noch die Schweine etwas! Und nein, auch in Schweden/Schweiz ist die Welt nicht rosa!

    Leider haben die gerade die Langschwanzprojekte gezeigt, dass es nicht so einfach ist mit ein wenig Stroh, Wühlerde und mehr Platz. Auch Auslauf ist heikel, denn unsere auf Magerheit (Kundenwunsch!) gezüchtet Schweine vertragen ohne isolierende Fettschicht keine großen Temperaturschwankungen. Selbst aus der Schweiz wird aus Outdoorhaltungen von 20 % veränderten Schwänze berichtet und die SUISAG Tierärzte fürchten Klimafehler vs Schwanzbeißen als Hauptursache Nr. 1.

    Das Auslauf/Aussenklima nicht die Lösung allein ist zeigen die aus – ja Baden-Würtemberg – stammenden Lungenbefunde in denen Pigport/Ausauf/Bioställe keinesfalls besser abgeschnitten haben.

    In der LSZ Boxberg bin ich übrigens häufiger, sind die Ferkel übrigens durch die heikle Ferkelaufzucht „durch“ zeigen sie auch in normaler Belegdichte im Vollspaltenstall in der Mast keine großen Auffälligkeiten!

    Die Aussage von Hr. Prof. Blaha kann ich nur unterschreiben. Ja wir müssen uns bewegen, ja wir sind drüber, aber bitte nicht mit Hau-Ruck und Kollateralschäden an den Tieren!

    Ich bin der Meinung, den unkupierten Schwanz zu führen ist wie den Hengst (auch ein Tier das normalerweise auf die Haltung/Reiterinnen zugeschnitten wird) zu reiten: Es erfordert deutlich mehr Aufwand, es erfordert deutlich mehr Können und bedingt deutlich mehr Risiko (deswegen ja höhere Sätze an Berufsgenossenschaft und Haftpflicht!). Und da muss man sich herantasten und nicht hau-ruck den ganzen (Reit-)Betrieb auf Hengst umstellen ohne vorbereitet zu sein.

    Und wie auch beim Pferd spielt die Genetik beim Schwein eine große Rolle, würden alle Kunden fettes Mangalitza Schweine essen wollen – hätten wir kein Kupierproblem (Mangalitza haben u.a. auch deutlich! kürzere Schwänze von Natur aus). Denn jeder mm Rückenspeck den wir wegzüchten vs Kundenwunsch – bringt die Verhaltensstörung Schwanzbeißen 150 % nach vorne! Tierhalter – im Dilemma!

    Was ich nicht möchte sind Situationen wie in Schweden und Großbritannien. Vor lauter Hau-Ruck Aktionen im Tierschutz und ohne EU/Weltmarkt-Aussenschutz wie in der Schweiz wurde ein ungebremster Strukturwandel ausgelöst, 40 – 50 % des Schweinefleisches kommt nun durch Importe herein und wie werden dort die Schweine gehalten? Richtig, das nennt man dann Tierschutz-Export in Ländern, in den wir nicht kontrollieren können.

    Gruß Mirjam Lechner

  17. Mirjam Lechner

    @ Fr. Kirsten Tönnies, das was Sie zitieren ist keine „Veröffentlichung“ sondern ein Zeitungsartikel/Bericht über eine Versuchseinrichtung.

    Echte Veröffentlichungen zum Thema findet man bei Zonderland, Ziemke, Pütz, Oostindjer, Zalundnik, Valross, Edwards und Co.

    Aber das Grundproblem ist noch nicht erkannt – nämlich dass der Forschung und ja auch den praktizierenden Tierhaltern UND Veterinären vor Ort entgangen ist, dass wir es großflächig mit primären und auch aufblutende Nekrosen der Schwanzspitze und dann erst sekundärem Beißen zu tun haben.

    Und die Frage müssen sich alle! stellen die am Tier/im Stall arbeiten:

    Wie konnte uns (allen!) DAS entgehen?

    Warum haben wir den Unterschied nicht erkannt? Weil dasselbe Problem bei durch massiven Husten ausgelösten Mastdarmvorfall entsteht – sobald „Blut“ im Raum ist werden die anderen Tiere in der Bucht zu Kannibalen OBWOHL es ihnen vorher nicht schlecht gegangen ist und die Betriebsleiter dann kaum/keine Reaktionszeit mehr haben. Und genau das fürchten die Tierhalter.

    Gruß Mirjam Lechner

  18. Dr. Claudia Preuß-Ueberschär

    Na , sehr geehrte Kollegin Lechner
    Schwanznekrosen und auch Ohrrandnekrosen gibt es nun schon wirklich seit ich in die Pathologiedemonstarationen gegangen bin, das ist schon ein paar Tage her :) also kein neues Problem.Herr Jäger hat da nun auch nicht gerade etwas Revolutionäres entdeckt.Ich bestreite nicht, dass es Probleme gibt, ich beklage , dass bis jetzt nichts gemacht wurde und dass die, sich heute als dem Tierschutz zugetan darstellen, die letzen 30 Jahre immer nur der Landwirtschaft das Wort geredet haben! Und was heißt hier eigentlich Kundenwunsch? Dann hätten Tierärzte eben rechtzeitig deutlich machen müssen, dass zum Schwein eben auch Fett gehört.Das, was da heute verkauft wird, ist auch vom Genusswert völlig schwachsinnig, weil die Geschmacksstoffe nun mal im Fett sitzen.Die meisten Leute wissen doch gar nicht mehr wie ein ordentliches Stück Fleisch schmecken muss, weil sie an weißes, zähes Radiergummi gewöhnt wurden und auf den Geschmack trainiert sind!
    Sie sprechen noch das Husten und den Mastdarmvorfall an. Dann muss ich fragen,, warum die Schweine denn Husten, wahrscheinlich haben sie Bronchopneumonien, hervorgerufen durch den Gestank und die Reizung in ihrem Stall. Wenn ich über einer Güllegrube leben würde, hätte ich auch ein Hustenproblem. Betonvollspaltenböden haben übrigens auch die Tierätzte mit zu verantworten!
    Offensichtlich hat Herr Minister Meyer ja nun mal richtig ins Wespennest gestochen und das ist auch gut so, sonst würden Landwirtschaft und Tierärzte , die nun nicht gerade der Inbegriff der Reformwut sind und auch noch nie waren, immer noch vor sich hin dümpeln. Jetzt ist ja mal endlich was in Marsch gesetzt worden.Hoffentlich bringt es etwas? Allein mir fehlt der Glaube!

  19. Dr. Claudia Preuß-Ueberschär

    Sehr geehrter Herr Stein,
    ist ja nett, dass Sie die Prozentzahlen nochmal wiederholt haben, aber ich bin schon des Lesens mächtig :):)
    solche Prozentzahlen beindrucken aber nicht, weil man mit Studien alles beweisen kann, genau so seriös oder nicht serös auch das genaue Gegenteil.
    Man müsste von Normalzustand also vom Normalverhalten stückweise zurückgehen und sehen , ab wann es schwierig wird, auch nur einzelne Parameter verändern, sehen wie das einzeln aussieht und ab wann die Kombination der Parameter etwas bewirkt und schwierig wird. Dann müssten Studien so gestaltet werden, dass sie validierbar sind!

  20. Dr. Ines Advena

    3% entzündliche Veränderungen an den Schwanzamputationsstümpfen kann ich nach 20Jahren Fleischuntersuchung nicht bestätigen. Es sind deutlich mehr!
    Im übrigen ist der ganze Denkansatz falsch!
    Ausgangspunkt muss das Amputationsverbot sein. Zucht und Haltung sind so zu gestalten, dass dieses Gesetz nicht gebrochen wird. Dass das TierSchG eingehalten wird und Schweine nicht gequält werden ist nämlich auch Kundenwunsch – mehr als irgendwelche Magerfleischanteile, sonst wären die auch schon in Gesetz gegossen.
    Wie die Kolleginnen bereits sagten: 20 Jahre hatten Wirtschaft und Wissenschaft Zeit

  21. manfred.stein

    Sg Frau Advena,

    die 3% vom Kollegen Jaeger passen schon ganz gut zu den Daten und Auswertungen der EFSA (The EFSA Journal (2007) 611, 1-13). Das ist für mich glaubwürdiger als Ihre unbewiesenen Behauptungen.

  22. Dr. Benedikt Üffing

    „Wenn sich die Wissenschaftler, wie Sie das formulieren, seit Jahrzehnten an dem Thema “Ringelschwänze” die Zähne ausbeißen, muss ich ehrlich gesagt an der fachlichen Kompetenz der Wissenschaftler und an der eingesetzten Wissenschaft an sich meine Zweifel anmelden.“ Zitat Dr. Claudia Preuß-Ueberschär Ende

    Sehr geehrte Frau Kollegin,
    da wäre es vielleicht Ihrerseits vor Jahrzenten Zeit gewesen dieses Thema anzugehen. Sich fachlich anders zu betätigen (wie dies auch zahlreichen anderen Kommentierenden in diesem Forum ergeht), seine Schäfchen ins Trockene bringen – und danach mit erhobenem Zeigefinger durch die Welt zu laufen, … das ist doch einfach billig. Auch wenn es dem Zeitgeist entsprechen mag…
    Beste Grüße! BÜ

  23. Mirjam Lechner

    Sehr geehrte Fr. Preuss Überschär,

    ich habe mich in Ursachen, Literatur und Vermeidungsmöglichkeiten von Nekrosen in Endgefäßen und Verhaltensstörungen seit 3 Jahren eingearbeitet und bin hier auch mit mehreren Vet Unis in Kontakt.

    Es gibt kaum (nur eines aus Österreich) Fachliteratur in Schweinekrankheiten für die Praxis, welche konkret verschiedene Nekrosenursachen unterscheidet, tw. sind die Literaturergebnisse wiedersprüchlich und ich habe noch weniger Berater (sei es Produktion – aber Tierärzte) in der Praxis getroffen, die in der Lage sind Othopahgie als Verhaltensstörung von den verschiedenen Ohrnekrosen in der Praxis zu unterscheiden.

    Auch in den Schwanzbeißscreenings – EU – weit wird immer! von einer Verhaltensstörung ausgegangen mit einem oder mehreren Tätertieren, was sich von der Ursachenproblematik eines mit Durchblutungs – und Stoffwechselentgleisungen betroffen Tieres weitaus unterscheidet. Und die erlebe ich in meinen Beratungen von Nord bis Süd. Auch bei Rind geht man primär von „Technopathien“ aus. Auch vor diesem Hintergrund fahre ich bald 1 Woche in die Schweiz incl. Schlachthof.

    Vor dem Hintergrund, dass ein sofortig umgesetztes Verbot einer von Prof. Dr. Blaha und allen bewarnten Tierschutzeskalation auf dem Rücken der Tiere (und Lebensmittelsicherheit, Abszesse, Antibiotikaeinsatz) zur Folge hätte – sind meiner Einschätzung nach weder Beratung, noch Stallbau noch Tierhalter darauf vorbereitet, und deswegen brauchen wir ein Hineinarbeiten wie es in NRW vorbereitet wird.

    Sicher wurde erst seit 2011 verstärkt darauf hingearbeitet, aber ich wünsche mir keine „Zustände“ wie in England und Schweden mit massivem Strukturwandel und nun massiven Importen aus Übersee. Das Antibiotiakamonitoring wird z.B. hier im Süden 2015 einen enormen Strukturwandel bedeuten, wieviel Betriebe wollen wir wirklich verlieren?

    Für mich ist das so, als würde man von heute auf morgen die Kastration von Hengsten verbieten und dann rufen „Schaut gefälligst wie ihr damit klarkommt!“

    Haltung/Lungen: Wir sind in Ba-Württemberg DAS Aussenklima/Pig-Port Experimentierland. Von Dr. Richter SGD Ba-Wü habe ich über Jahre durchgeführte Screenings liegen, dass Aussenklima- und Alternativställe KEINE Vorteile vs der Lungengesundheit bedeuten, die Pleuriden waren sogar in Alternativ/Aussenklimaställen höher (die Spulwurmbefallszahlen sind ja bei Öko in bundesweiten Daten weit belegt) und das erleben wir in der Beratung und Vermarktung ständig: Das hier die Lungenprobleme größer sind und mehr Behandlung erfordern (!).

    Und so sehr ich mir das wünschen würde – bezweifle sehr, dass auch eine fachlich korrekte Stimme aus dem Veterinärbereich hier Konsumentenverhalten zu „mehr Fett“ verändern wird oder hätte können.

    Es bleibt – wird sind und bleiben drüber, wir haben noch einen weiten Weg vor uns, den wir mit Leuchtturmbetrieben, den Landesanstalten gehen von Verbesserung von bisherigen Stallsystemen hin zu neu konzipierten Neubauten in Systemen wie z.B. Dänemark und Schweden (Bericht Hr. Wiedmann aktuelle Provieh-Ausgabe online einsehbar).

    Nur von heute auf morgen fallen in DIESER Marktsituation keine Ställe vom Himmel und die (kleinen) Betriebe steigen eher aus, als das sie diese Veränderungen auf einmal schultern können (und wollen).

    Viele Grüsse Mirjam Lechner

Reply to “Kupierverbot: „…das wird zu mehr Tierleid führen …Herr Minister, bedenken Sie noch einmal Ihr Vorgehen“”

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