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Eberimpfung: EMEA genehmigt dritte Impfung für längere Mastdauer

London (aho) – Mit der Zulassung einer dritten Injektion eignet sich jetzt der Impfstoff Improvac (Pfizer) zur Verhinderung des Ebergeruchs bei solchen Schweinen, die zur Erzielung höherer Schlachtgewichte (Schinkenschweine) deutlich länger gemästet werden. Wie die Europäische Arzneimittel-Agentur (European Medicines Agency EMEA) kürzlich mitteilte, erfolgt diese dritte Injektion frühestens zehn Wochen nach der zweiten Injektion (1).

Das Impfschema mit drei Injektionen eignet sich so auch für Bio-Betriebe, die eine längere Mastdauer bevorzugen und am Ende der Mast voll ausgereifte Eber zur Schlachtung geben. Sowohl der Verband Bioland als die Ländergemeinschaft Ökologischer Landbau (LÖK) sehen in der Eberimpfung eine Möglichkeit zur Verhinderung des Geschlechtsgeruchs von Ebern. Anlässlich einer Sitzung am 09.03.2010 hat die LÖK die Eberimpfung im ökologischen Landbau zulässig erklärt und als eine tierschutzgerechtere Alternative zur operativen Kastration bezeichnet (3). Auf Grund der vergleichsweise geringen Volumenströme dürfte es Öko-Verarbeitern nicht möglich sein, Eberfleisch mit Geschlechtsgeruch (Stinkefleisch) zu vermischen oder Maskierungseffekte durch Würzen oder Räuchern zu nutzen.

(1) EMA/CVMP/559849/2010
Committee for Medicinal Products for Veterinary Use
Post-authorisation summary of opinion
Improvac: Gonadotropin releasing factor (GnRF) analogue-protein conjugate

15 July 2011

(2) Bioland
Schmerzfreie Ferkelkastration bei Bioland
Partner aktuell, Ausgabe 01.11 vom 21.01.2011

(3) Ländergemeinschaft Ökologischer Landbau (LÖK)

Auslegungen der EG-Öko-Rechtsvorschriften
Bezug: Verordnung (EG) 834/2007,  Artikel: 14,  Abzatz: 1,  Ziffer: e. iii)
Ergebnis: Die sog. „immunologische Kastration“ von Mastschweinen im ökologischen Landbau wird für zulässig gehalten.
Datum der Sitzung: 09.03.2010

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