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US–Regierungskomitee: Rinderhaltung ist Hauptquelle für direkte und indirekte Exposition von Konsumenten mit MAP-Erreger

Washington (aho) – Das „National Advisory Committee on Microbiological Criteria for Foods (NACMCF) hat für das US-Agrarministerium in einem als „Government Publication“ bezeichneten Studie zum Problem des Erregers Mycobacterium avium paratuberculosis (MAP) in Umwelt und Lebensmittelkette und der hieraus resultierenden menschlichen Exposition Stellung genommen.

Die Kernaussagen sind:

  • Die Nachweismethoden für MAP sind unzureichend. Dies kann dazu führen, dass die Verbreitung von MAP unterschätzt oder nicht erkannt wird.
  • Es wird eine sichere Nachweismethode für lebensfähige MAP benötigt, um die tatsächliche Verbreitung von MAP in der Lebensmittelkette und andere mögliche Quellen sicher zu erkennen.
  • Außerhalb des Bereichs Wiederkäuerhaltung wird MAP selten gefunden. Gründe können sowohl ein geringes Vorkommen als auch nicht zuverlässige Nachweismethoden sein.
  • Unter Berücksichtigung der Verbreitung von MAP in US-Rinderherden kann Hackfleisch ein möglicher Expositionsweg für Konsumenten sein.
  • MAP überlebt in Rinderkot, Wasser und Böden und wird auch in vielen anderen Wildtieren gefunden. MAP kann über „Abflüsse“ von Rinderfarmen in Wasser zur Beregnung und so auf Obst, Salate und Gemüse gelangen. Auch dies sei ein Expositionsweg für den Konsumenten.
  • Ob MAP über die öffentliche Trinkwasserversorgung zum Konsumenten gelangt, bedarf weiterer wissenschaftlicher Abklärung.
  • Konsumenten können gleichzeitig über verschiedene Wege – Lebensmittel und Umwelt – mit MAP in Kontakt kommen. Die Häufigkeit und der Umfang der Exposition muss abgeklärt werden.
  • Wenn MAP bei Rinder „unter Kontrolle ist“, wird die Infektionsquelle für andere Tiere, Lebensmittel und Wasser weitestgehend eliminiert. Milch ist ein möglicher Weg, auf dem MAP zum Konsumenten gelangt. In weniger als 3 Prozent der pasteurisierten Kuhmilch lassen sich mit den bestehenden Nachweismethoden lebensfähige MAP nachweisen. Mit einer ausreichenden Pasteurisierung um 4 – 7 log-Stufen lassen sich MAP weitestgehend eliminieren.

Das Komitee sollte nicht zum Zusammenhand zwischen Mycobacterium avium paratuberculosis (MAP) und Morbus crohn beim Menschen Stellung nehmen. Zu diesem Thema arbeiten andere Komitees.

NACMCF Executive Secretariat.
Assessment of Food as a Source of Exposure to Mycobacterium avium subspecies paratuberculosis (MAP).
J Food Prot. 2010 Jul;73(7):1357-97.

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