animal-health-online®
Redaktion Grosstiere

Zwischenablage01 powered by ...
T O P N E W S ►

Ebermast: Futterzusätze zur Verminderung des Ebergeruchs erfolglos

Ungeimpfte EberGießen (aho) – Sowohl eine Fütterung mit polyphenolhaltigen Pflanzenextrakten als auch mit chemisch definierten Präbiotika eignet sich nicht, den urinartigen Ebergeruch von Mastebern zu reduzieren oder ganz zu vermeiden. Offensichtlich lassen bestimmte Pflanzenextrakte die Skatolkonzentration im Fettgewebe sogar steigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung, die am Institut für Tierernährung und Ernährungsphysiologie der Justus-Liebig-Universität Gießen durchgeführt wurde.

In einem ersten Versuchsteil sollte die Annahme überprüft werden, ob über eine Aktivierung der Leber der Abbau der beiden Leitkomponenten Androstenon und Skatol gesteigert werden kann. Hierzu wurden Jungeber in vier Gruppen eingeteilt und entweder mit einem bedarfsdeckenden Futter ohne Zulage oder mit einem Zusatz von jeweils 1 % Traubentrester, Hopfenextrakt oder grünem Tee für 53 Tage lang gefüttert. Tatsächlich konnte insbesondere durch grünen Tee Leberenzyme aktiviert werden. Es wurde aber keine Androstenonverminderung im Fettgewebe durch den Zusatz dieser polyphenolhaltigen Pflanzenextrakte erreicht. Überraschenderweise wurde die Skatolkonzentration im Fettgewebe durch den Zusatz der polyphenolhaltigen Pflanzenextrakte sogar signifikant erhöht. Die Untersuchungen zeigen also, dass durch die Fütterung von polyphenolhaltigen Pflanzenextrakten der Abbau von Androstenon und Skatol nicht signifikant gesteigert werden kann.

In einem zweiten Versuchsteil sollte überprüft werden, ob chemisch definierte Präbiotika, die in geringeren Dosierungen als natürliche Präbiotika eingesetzt werden können, über eine gesteigerte bakterielle Fermentation im Darm die Skatolbildung und damit die Einlagerung von Skatol im Fettgewebe vermindern können. Es wurden wiederum Jungeber in vier Gruppen eingeteilt und entweder mit einem bedarfsdeckenden Futter ohne Zulage oder mit einem Zusatz von 0,5 % kurzkettige Fructooligosaccharide (FOS), 1 % Gluconsäure oder einer Kombination der beiden Präbiotika für 32 Tage gefüttert. Auch hier war das Ergebnis enttäuschend. Der Skatolgehalt im Fettgewebe wurde durch den Zusatz der Präbiotika in den verwendeten Konzentrationen nicht gesenkt.

Lisa-Marie Schütz
Einsatz von polyphenolhaltigen Pflanzenextrakten und Präbiotika im Futter von Jungebern zur Verminderung von Ebergeruch
Dissertation, Gießen 2014

Lesen Sie auch:

imgad

Mehr Informationen hier!

Reply to “Ebermast: Futterzusätze zur Verminderung des Ebergeruchs erfolglos”

Suche



Datenschutzerklärung

TOPIC®-Klauen-Emulsion und Gel: Bei Mortellaro Präparate ohne Wartezeit einsetzen! DSC_0014

Die Folgen der kastrationslosen Ebermast: Ungenießbares Eberfleisch stört das Vertrauen der Verbraucher

Fragen und Antworten zur 16. Novelle des Arzneimittelgesetzes.

Antibiotikaverbräuche in Human- und Veterinärmedizin: Was ist viel & Und wer verbraucht "viel"?



logo-rathjens

Topic-Logo

tierbestand12-13

Penisbeißen in der Ebermast: ... sofort rausnehmen, sonst ist da die Hölle los! Penis_Zeller_Beringer_02

Das arttypische Verhalten der Eber sorgt für Unruhe in der Ebermast.



Bis zu 1 % ungenießbare Stinker: 24.000.000 kg Schweinefleisch in die Tonne?

Antibiotikaverbräuche in der Tierhaltung: Genau hinschauen lohnt sich

Tunnelblick: Stinkefleisch ist nicht das einzige Problem der Ebermast

Eberfleisch mit Geschlechtsgeruch: "Ich befürchte, dass der Fleischkonsum schleichend zurückgeht"


gesundheit

Interaktive Tierseuchenkarte




Isofluran-Gasnarkose
Ferkelkastration, Ebermast, Eberimpfung
Verbraucherschutz: Paratuberkulose & Morbus crohn
Toxoplasmose bei Schweinen, Geflügel und Menschen
Botulismus
Morbus Crohn durch Mykobakterien: Ein Verdacht wird zur Gewissheit
Topic®-Emulsionspray und Gel decken ab, lösen Verkrustungen, trocknen aus und sind gegen Bakterien und Pilze konserviert. Die Topic®-Produkte neutralisieren den tierspezifischen Eigengeruch und Gerüche von Entzündungssekreten z.B. beim Zwischenschenkelekzem, Sommerekzem, Kannibalismus, Mauke, Huf- oder Klauenveränderungen. Der versorgte Bereich wird so für Insekten (Fliegen) wenig attraktiv. Die Emulsion und das Gel können auch unter Verbänden und im Zwischenschenkelbereich von Kühen eingesetzt werden.

Zoonosen



Beliebte Beiträge



Morbus Crohn & ParaTb



Prof. Borody im Interview bei YouTube.