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Penisbeißen: Ein blutiges Phänomen in der Ebermast

[Foto: Gebissener blutiger Penis; blutverschmierter Unterbauch; blutiger Stallboden]
(aho) – Die Ebermast wird als tierschutzgerechte Alternative zur chirurgischen Ferkelkastration von der Schlachtindustrie und Tierschutzvereinen propagiert. Nachdem immer mehr Landwirte unkastrierte Eber aufstallen, werden jetzt aber immer mehr Tierschutzprobleme aufgedeckt. Nachfolgende Fotos aus einem süddeutschen Maststall dokumentieren das Phänomen des Penisbeißens. Dabei reiten die pubertierenden Eber auf Buchtengenossen auf und schachten den Penis aus, so dass er deutlich sichtbar auf dem Rücken des unteren Tieres liegt. Die wurmartige Form und die rote Farbe des erigierten Penisses ist offensichtlich für andere Buchtengenossen so attraktiv, dass sie in Richtung Penis beißen. Dabei entstehen im Bereich der Vorhaut und am Penis blutige Verletzungen. Der Stall und die Tiere sind in kürzester Zeit blutverschmiert. In einigen Regionen Deutschlands sprechen Landwirte auch von Penisverbiss.

Foto: Eber reitet auf; Buchtengenossen drängen Richtung Penis und beißen zu; Blutung.


Foto: Blutverschmiertes Maul.


Foto: Blutverschmierter Rücken

Die Fotos werfen die Frage auf, ob derartige Bilder den Konsumenten von Schweinefleisch vermittelbar sind. Insbesondere dann, wenn ihnen die Ebermast unter einem „Tierwohllabel“ als tierfreundlich verkauft wird. Tierschützer dürften spätestens hier ihre Kooperation umgehend aufkündigen. Schon jetzt ist der Schwanzkannibalismus ein Symbol für tierquälerische Haltungsbedingungen in der sogenannten „Massentierhaltung“.
Selbst wenn es durch züchterische Eingriffe gelingt, die Zahl der Eber mit Geschlechtsgeruch am Schlachtband zu reduzieren, bleiben das ebertypische Verhalten und die Tierschutzprobleme in der ungeschützten Ebermast.

Hinweis: Alle Informationen werden von der Redaktion vertraulich behandelt.

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2 Comments, Comment or Ping

  1. küchentiger

    Umgekehrt wird ein Schuh draus: das liegt an der ekelhaften, reizlosen Umgebung und nicht daran, dass die nicht kastriert sind.

Reply to “Penisbeißen: Ein blutiges Phänomen in der Ebermast”

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